Symbolbild
Synology DiskStation DS925+ (4-Bay, ohne Laufwerke, 4 GB ECC-RAM)
Leistungsstarkes 4-Bay-NAS mit ECC-RAM und guten Erweiterungsmöglichkeiten. Die anfängliche Kritik an der Laufwerksbindung betrifft laut Fachpresse seit DSM 7.3 vor allem noch die M.2-SSDs.
- kleine Büros mit zentraler Datenablage
- Heimanwender mit großer Mediensammlung
- Backups und Snapshots mehrerer Geräte
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Stärken
- 4 Schächte plus 2 M.2-Slots für SSD-Cache oder SSD-Speicherpool
- ECC-RAM, erweiterbar auf 32 GB
- 2 × 2,5GbE mit Link Aggregation
- RAID 5/6/10 und Erweiterung per DX525
Schwächen
- hoher Preis
- M.2-SSDs anderer Hersteller laut Berichten auch unter DSM 7.3 nur, wenn sie auf der Kompatibilitätsliste stehen
- kein 10GbE ab Werk
Datenblatt
| Kapazität | ohne Laufwerke; max. 96 TB Rohkapazität (4 × 24 TB), bis 216 TB mit Erweiterungseinheit DX525 |
|---|---|
| Speichertechnik | HDD/SSD (3,5" SATA-HDD oder 2,5" SATA-SSD, nicht enthalten) + 2 × M.2 2280 NVMe |
| Schnittstelle | 2 × 2,5GbE RJ-45, 2 × USB 3.2 Gen 1, 1 × Erweiterungsport (USB-C) |
| Bauform / Format | Desktop-NAS, 4 Schächte (Hot-Swap), auf 9 Schächte erweiterbar |
| Lesen (max.) | 522 MB/s |
| Schreiben (max.) | 565 MB/s |
| Laufwerksschächte | 4 |
| RAID | Synology Hybrid RAID, Basic, JBOD, RAID 0, 1, 5, 6, 10 |
| Prozessor / RAM | AMD Ryzen V1500B (4 Kerne/8 Threads, 2,2 GHz); 4 GB DDR4 ECC, erweiterbar auf 32 GB |
| Verschlüsselung | Hardware-Verschlüsselungs-Engine |
| Stromversorgung | 37,91 W (Zugriff), 12,33 W (HDD-Ruhezustand); Netzteil 100 W |
| Garantie | 3 Jahre (auf 5 Jahre erweiterbar mit Garantieerweiterung Plus) |
| Maße | 166 × 199 × 223 (H × B × T) mm |
| Gewicht | 2260 g |
| Preisklasse | über 400 € |
Angaben laut Hersteller, geprüft am 31. Oktober 2026. Ausstattung und Preise können je nach Variante und Händler abweichen.
Ergebnisse unabhängiger Tests
- Galaxus/Digitec (Martin Jud): Hardware technisch solid, DSM eine Stärke; Preis-Leistung wegen der damaligen Laufwerksbindung schlecht bewertet (Test vor DSM 7.3) (2025-09) – Quelle
Für wen sich die DS925+ eignet
Die DS925+ ist für Sie interessant, wenn ein NAS mehr leisten soll als ein einfacher Netzwerkspeicher: als zentrale Ablage im kleinen Büro, als Sicherungsziel für mehrere Rechner und Smartphones oder als Archiv für eine große Foto- und Videosammlung. Für zwei oder drei Nutzer, die nur gelegentlich Dateien teilen, ist das Gerät eher überdimensioniert. Dort reicht oft ein einfacheres Modell.
Was die Datenblattwerte im Alltag bedeuten
Der Vierkern-Prozessor mit acht Threads hat genug Reserven, damit Backups, Snapshots, Synchronisation und mehrere gleichzeitige Zugriffe nebeneinander laufen können. Der ECC-Arbeitsspeicher erkennt und korrigiert einzelne Speicherfehler. Das ist für einen Speicher, der rund um die Uhr läuft, ein echtes Plus. Die 4 GB genügen für die Dateiablage. Wenn Sie viele Dienste oder virtuelle Maschinen betreiben wollen, sollten Sie das Aufrüsten (bis 32 GB) direkt einplanen.
Die vom Hersteller angegebenen rund 522 MB/s beim Lesen und 565 MB/s beim Schreiben erreichen Sie nicht über eine einzelne Verbindung. Ein 2,5GbE-Anschluss liefert rechnerisch höchstens knapp 300 MB/s. Höhere Werte setzen voraus, dass Sie beide Ports bündeln und mehrere Clients gleichzeitig zugreifen. Ihr Switch und Ihre Rechner müssen 2,5GbE ebenfalls unterstützen, sonst bremst das Netzwerk auf Gigabit-Niveau. Im HDD-Ruhezustand nennt der Hersteller 12,33 W. Ruhen die Platten überwiegend, kommen Sie im Dauerbetrieb auf grob 108 kWh im Jahr.
Worauf Sie achten sollten
Planen Sie die Laufwerke gleich mit ein, denn sie sind nicht enthalten und machen einen erheblichen Teil der Gesamtkosten aus. Bei M.2-NVMe-SSDs für Cache oder SSD-Speicherpool sollten Sie vor dem Kauf die Kompatibilitätsliste von Synology prüfen. Fremd-SSDs, die dort nicht aufgeführt sind, werden möglicherweise nicht unterstützt. Für RAID 5 empfehlen sich mindestens drei, besser vier gleich große Festplatten. Wer mehr Ausfallsicherheit möchte, wählt RAID 6 und nimmt dafür weniger nutzbare Kapazität in Kauf. Wichtig: Ein RAID ersetzt kein Backup. Eine zusätzliche Sicherung auf einem externen Datenträger oder in der Cloud bleibt sinnvoll.
Sinnvolle Alternativen
Wenn Ihnen der Preis zu hoch ist oder Sie keine Einschränkungen bei SSDs möchten, kommen 4-Bay-Geräte anderer Hersteller infrage, die Laufwerke freier unterstützen. Dort sollten Sie aber Software-Umfang und Update-Versorgung genau vergleichen. Für reine Datenablage im Haushalt genügt oft ein 2-Bay-NAS mit einfacherem Prozessor. Wer große Dateien bearbeitet und dafür hohe Transferraten braucht, sollte nach Modellen mit 10GbE ab Werk oder einer entsprechenden Nachrüstoption suchen. Einen Überblick bieten unser NAS-Vergleich und der Ratgeber Netzwerkfestplatte und NAS kaufen.
Woher die Angaben stammen
Wir haben dieses Gerät nicht selbst getestet. Die Angaben stammen vom Hersteller; wo vorhanden, nennen wir Ergebnisse unabhängiger Tests mit Quelle.